das tempo der tour profis im golfschwung
Einführung: das tour tempo konzept
John Novosels „Tour Tempo“ analysiert die Schwunggeschwindigkeiten von professionellen Golfern. Ein faszinierender Aspekt ist das konstante Verhältnis von Rückschwung und Durchschwung, typischerweise etwa **3:1**. Das bedeutet, dass die Zeit vom oberen Ende des Rückschwungs (OT) bis zum Treffmoment des Balls ungefähr ein Drittel der Zeit des Rückschwungs beträgt. Dieses Konzept ist ein Schlüsselfaktor für einen effizienten und wiederholbaren Schwung, unabhängig vom Schläger.
Die drei haupttempo-kategorien
Es lassen sich drei Hauptkategorien von Schwungtempos identifizieren, die sich in der Gesamtdauer und dem Verhältnis von Rück- und Durchschwung unterscheiden. Diese Kategorien dienen als Basis, wobei natürlich auch Übergangswerte vorkommen können. Ein Verständnis dieser Kategorien kann helfen, das eigene Tempo zu analysieren und gezielt zu trainieren. Die Beherrschung des Tempos ist entscheidend für Konstanz und verbessert die Schlagqualität.
- Tempo 1: 0,9 Sek. Rückschwung + 0,27 Sek. OT bis Ball (insgesamt 1,17 Sek.)
- Tempo 2: 0,8 Sek. Rückschwung + 0,24 Sek. OT bis Ball (insgesamt 1,04 Sek.)
- Tempo 3: 0,7 Sek. Rückschwung + 0,21 Sek. OT bis Ball (insgesamt 0,91 Sek.)
Prominente golfer und ihre tempos
Verschiedene Top-Golfer fallen in diese Tempo-Kategorien. Mike Austin, Dan Shauger, Jim Furyk und Rory Sabbatini tendieren zu Tempo 1. Phil Mickelson, Greg Norman und Steve Stricker befinden sich eher im Bereich von Tempo 2. Legenden wie Jack Nicklaus, Ben Hogan und Arnold Palmer zeigen oft Tempo 3. Die Verteilung zeigt, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen Tempo und Schlägerkopfgeschwindigkeit gibt.
Das verhältnis 3:1 – der schlüssel zum effektiven schwung
Entscheidend ist das **Verhältnis von 3:1** zwischen Rückschwung und Durchschwung, nicht die absolute Dauer des Schwungs. Ein längerer Schwung (z.B. 1,2 Sekunden) kann weniger effektiv sein als ein schnellerer mit dem richtigen Verhältnis. Dieses Prinzip gilt nicht nur für den **Driver**, sondern auch für **Eisen**, **Chipps** und **Putts**. Die Einhaltung dieses Verhältnisses fördert einen harmonischen und kraftvollen Schwung.
Training mit rhythmus und metronom
Um das Schwungtempo zu verbessern, kann man sich des Konzepts des **Metronoms** oder eines **Rhythmus-Trainers** bedienen. Das Buch von John Novosel enthält eine CD mit entsprechenden Sounds. Die anfängliche Gewöhnung kann etwas ungewohnt sein, aber bereits nach einer Trainingseinheit lassen sich positive Effekte feststellen. Das bewusste Arbeiten am Tempo führt zu einer verbesserten Koordination und Schlagpräzision.
Tempo und schlägerwahl: eine konsistente anwendung
Die beschriebenen Tempo-Verhältnisse gelten nicht nur für den Driver, sondern auch für alle anderen Schläger im Golfbag. Durch die Analyse der Schwungvideos stellte der Autor fest, dass die **OT bis Ball Zeit** relativ konstant bleibt, unabhängig vom Schläger. Abweichungen von dem idealen 3:1-Verhältnis treten oft bei verunglückten Schlägen auf. Ein bewusstes Training des Tempos hilft, die Konstanz über alle Schläge hinweg zu verbessern.
