Verstellbare Driver: Was stimmt wirklich?

Einleitung: einstellbare driver unter der lupe

Tom Wishon hat in seinem aktuellen Newsletter vier beliebte Driver mit einstellbarem Hoseladapter untersucht: den TaylorMade R1, den Nike Covert, den Titleist 913 D2 und den Ping Anser. Ziel war es, die tatsächlichen Einstellungen zu überprüfen. Die Ergebnisse waren überraschend: Die angegebene Loft-Einstellung wich oft deutlich von der Realität ab. Es stellte sich heraus, dass nicht immer das drin ist, was draufsteht, was viele Golfer in die Irre führen kann.

Die diskrepanz bei der loft-einstellung

Wishons Messungen zeigten, dass beispielsweise der Ping Anser nicht mit 10,5 Grad Loft, sondern mit 14,5 Grad ausgestattet war. Auch beim Titleist 913 D2 stimmte die Einstellung nicht; anstatt eines einstellbaren Bereichs von 9,75 - 12 Grad wurde ein Loft von 14,5 Grad gemessen. Bei Nike betrug die tatsächliche Loft-Einstellung 12-13 Grad anstelle der angegebenen 8,5 - 12,5 Grad. Der TaylorMade R1 wurde durch eine Sohlenplatte gemessen, was ebenfalls zu Abweichungen führte.

Der einfluss auf den schwung und das fitting

Obwohl die tatsächlichen Lofts höher sein können als angegeben, kann dies für viele Golfer vorteilhaft sein, sofern sie darüber informiert sind. Wichtiger ist, dass sich durch die Anpassung am Hosel primär der Lie-Winkel und der Face Angle verändern. Diese Veränderungen haben wiederum Auswirkungen auf den Schwungablauf. Daher ist es unerlässlich, die Einstellungen unbedingt im Rahmen eines Fittings zu testen und anzupassen, gefolgt von einer Analyse mit einem Trackman.

Der nutzen der adapter: mehr als nur loft-anpassung

Die Adapter bieten einen unerwarteten Vorteil: Sie ermöglichen es, die Position des Schafts zu optimieren und so dessen Leistung zu verbessern. Durch die Messung des Spinning des Schafts kann eine Position gefunden werden, in der er zuverlässiger arbeitet. Dies ist zwar nicht die primäre Funktion der Adapter, kann aber dennoch zu besseren Drives führen und das Spielerlebnis verbessern. Die Anpassung der Schaftposition ist ein wichtiger Aspekt des optimalen Fittings.

Aktualisierung: überprüfung der titleist modelle

Nach einer erneuten Messung am Samstag, konnte Wishon seine ursprünglichen Ergebnisse bezüglich der Titleist 913 D2 und 913 D3 in der neutralen Stellung widerlegen. Auch ein Titleist 910 Driver wurde gemessen. In allen drei Modellen stimmte der Loft mit der realen Angabe überein. Zusätzlich zeigte sich, dass auch der um 1 Grad verstellte Titleist 910 Driver eine korrekte Loft-Einstellung aufwies. Dies bestätigt, dass die anfänglichen Messungen von Tom Wishon möglicherweise nicht korrekt waren.

Fazit: sorgfältiges fitting ist entscheidend

Die Erfahrung mit den verstellbaren Driver zeigt, dass es wichtig ist, sich nicht blind auf die angegebenen Werte zu verlassen. Ein sorgfältiges Fitting, bei dem der Lie-Winkel und der Face Angle angepasst werden, sowie eine anschließende Analyse mit einem Trackman, sind unerlässlich, um die optimale Leistung aus dem eigenen Driver herauszuholen. Die Adapter bieten dabei zusätzliche Möglichkeiten zur Optimierung des Schafts und somit des gesamten Systems.